Wir funktionieren

Wir funktionieren.

Aber eigentlich nur um Anderen den Weg zu planieren.

Zu Erfolg, Geld und Macht,

auf uns selbst geben wir dabei nicht acht.

Wir dienen der Industrie zum Zwecke,

unsere Wünsche und Träume bleiben auf der Strecke .

Dabei gilt zu entdecken,

eingeschlafenes zu erwecken,

aktiv zu gestalten,

und nicht täglich bürokratisch verwalten.

Dem Leben einen Sinn geben,

nach wahrem Glück und Erfüllung streben.

Zeit für Familie und Freunde finden,

auch wenn die Umsatzzahlen schwinden.

Sich nicht mehr für den Chef verrenken,

selbst den Kurs bestimmen und zufrieden lenken.

Meine Gedanken schreibe ich am liebsten in Bücher, unterwegs oft aber tippe ich sie ins Handy. Durch meine Notizen scrollend entdeckte ich diese Zeilen vom Sommer letzten Jahres. Meine damalige berufliche Tätigkeit war wenig erfüllend. Ich steckte voller Ideen, aber Änderungen waren nicht erwünscht, neue Konzeptideen fanden kein Interesse, die Strukturen und Hierarchien waren starr und letztlich musste ich feststellen, dass Frauen in Industriezweigen tatsächlich immer noch wenig Respekt erfahren. Auf dieses Thema werde ich aber nicht näher eingehen. Wichtig aber ist; ich hatte den Mut zur Veränderung. Ich betone auch, dass Ü50 in der Arbeitswelt nicht das Aus bedeutet. Noch heute trudeln Anfragen ein, ich hatte interessante Vorstellungsgespräche, welche mich wirklich grübeln ließen ob ich das ein oder andere Angebot annehmen möchte. Letztendlich startete ich am 1. März dieses Jahres in eine neue berufliche Zukunft, die anfangs ungewiss schien. Die ersten drei Monate gestalteten sich, aufgrund von schlechter Auftragslage bedingt durch den Ausbruch des Coronavirus, schwierig. Dies ist zum Glück jetzt anders. Wie angenehm doch Arbeit sein kann! Ich hatte das völlig vergessen in den letzten Jahren, obwohl ich immer sehr gerne gearbeitet habe. Die Zeit vergeht wie im Flug. Mein Arbeitsalltag ist flexibel, meine Tätigkeit anspruchsvoll, Eigeninitiative ist ausdrücklich erwünscht, Ideen sind willkommen. Ich freue mich über höfliches und respektvolles Miteinander. Nicht nur durch mein Wirken werde ich den Kurs mitbestimmen, sondern auch durch meine zukünftige Beteiligung am Unternehmen. Für einen Wandel ist es nie zu spät. Oftmals hindert uns der Alltag mit seinen festen Strukturen und Aufgaben daran gründlich über unsere Situation nachzudenken. Wir sind unzufrieden, finden, bzw. nehmen uns aber nicht die Zeit darüber nachzudenken wie wir etwas ändern können und ob wir es auch wollen. Oder aber Sicherheit ist uns einfach wichtiger, bzw. bequemer eventuell. Ich bin sehr froh diesen aufregenden Schritt gegangen zu sein, bzw. noch zu gehen. Denn hier ist noch lange nicht Schluß!

Autor: annaunschlagbar

Well, I guess it's not in the 10 commandments that old women cant climb up trees.

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